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Prinz zu Salm-Dalberg'sches Weingut
Schloss Wallhausen
Schlossstraße 3
55595 Wallhausen

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Fax: +49 (0)6706 / 9444 - 34


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Jahrgangsbericht 2017

 

 

Vor 10 Jahren, mit dem Jahrgang 2007 habe ich im Weingut Prinz Salm die Verantwortung für die Weinberge und den Keller übernommen. Jedes Jahr bringt seine Herausforderungen mit sich. So auch die Weinlese 2017. Noch nie haben wir so früh mit der Lese angefangen. Noch selten wurde mein Gottvertrauen so sehr auf die Probe gestellt. Während die erste Hälfte des Jahres von Wärme und Trockenheit geprägt war, so hat uns die zweite Hälfte des Sommers viel Regen beschert. Die Trauben waren aromatischer denn je. Der abgepresste Most war saftig und von einer vibrierenden Säure wie man es sich nur erträumen kann. Zwar hätten wir uns ein wenig mehr Menge gewünscht aber die Qualitäten sind hervorragend und erfreuen uns bereits heute.

Jahrgangsbericht 2016

 

„Ende gut - alles gut?“

 

Ein Jahr der zwei Gesichter: so wird sich der Jahrgang 2016 in meine Erinnerungen einbrennen. Der Frost während der Mainzer Weinbörse Ende April ließ einige Knospen erst gar nicht aus ihrer Wolle herauskommen – sie erfroren jämmerlich. Die ersten Einbußen waren zu verzeichnen.

 

Der Mai und Juni waren sehr feucht/fröhlich (fröhlich vor allem dank unseres Schlossfestes). Eine solche feuchte Witterung hatten wir noch selten erlebt. Die Weinbergsarbeiten stockten, da man kaum die Weinberge befahren konnte. Jede trockene Zwischenphase musste auf das Effizienteste genutzt werden, und die Furcht vor Peronospera (Falsche Mehltau)-Befall an den Trauben schlich durch die Weinbaugemeinden.

 

Und dann kam die Wende: der Juli und August brachten mehr Trockenheit und deutlich höhere Temperaturen mit sich. Zwar bescherte uns dies Ende August auch einige sonnenverbrannte Beeren, dennoch stellte dies die Weichen für einen versöhnlichen Ausgang. Die Weinlese war dann eine große Freude. Die Trauben waren dank des guten Herbstwetters aromatisch und gesund. Trotzdem gebot es sich, zügig zu lesen.

 

Für die Geschichtsbücher

 

Anfang der Lese                    26. September – Grauburgunder im Kirchberg, Bingen       

Ende                                       3. November – Riesling Scharlachberg, Bingen       

Betriebsfläche                        17,7229 ha – Qualität liegt im Detail

Riesling-Anteil                       73 %

Durchschnittsertrag                40,85 hl/ha – übersetzt 4.085 Liter pro Hektar

Mostgewichte                        zwischen 77° und 96° Oechsle

Erkenntnis des Jahres             „Ende gut – alles gut“

 

Am Ende ist nicht alles gut (Menge), aber doch vieles. Die Qualität vergleiche ich gerne mit dem 2015er Jahrgang. Die Menge reicht da leider nicht heran. Wir haben doch etwa 20 % weniger Wein im Keller.

 

Dennoch haben wir genügend Gründe, dem Herrgott dankbar zu sein. Keiner hat sich schwerwiegend verletzt, und die Weine im Keller schmecken schon jetzt hervorragend.

 

Herzliche Grüße

 

Felix Prinz zu Salm-Salm

 

 

 

Jahrgangsbericht 2015

 

„Ein Jahrgang wie man ihn sich für den eigenen Hochzeitsjahrgang wünscht.“

 

Ich habe 5 Geschwister. Fast alle, eingeschlossen mir (1981), sind in Jahren geboren, die auch nachträglich nicht als überragende Weinjahrgänge eingestuft wurden – leider. Bei den Hochzeitsjahrgängen haben wir es schon besser getroffen (2002, 2005, 2010, 2012). Nun war ich als letzter an der Reihe und bin sehr dankbar, dass der liebe Gott uns einen grandiosen Jahrgang beschert hat. An manchem 2015er werden meine Frau und ich noch an unserer Silber- und Goldenen Hochzeit Freude haben.

 

Zum Jahrgang.

Der Austrieb verlief ruhig und vor Spätfrösten wurden wir bewahrt. Zur standesamtlichen Hochzeit im Juni lief der Sommer zur Hochform auf und bescherte uns eine Bilderbuchblüte. Der Fruchtansatz deutete auf einen mengenmäßig schönen Herbst hin. Der Sommer war warm und geizte mit Regen. Bis Mitte September mussten wir uns gedulden, bis die erhofften Niederschläge Ihren Weg nach Wallhausen und Bingen fanden. Dies hat die Menge stabilisiert und für einen sehr schönen Reifeverlauf gesorgt.

 

Für die Geschichtsbücher

 

Anfang der Lese                     22. September - Weissburgunder im Kirchberg, Bingen      

Ende                                       28. Oktober - Riesling im „Chefwingert“, Johannisberg     

Betriebsfläche                         17,1933 ha – Qualität liegt oft im Detail

Riesling Anteil                         73 %

Durchschnittsertrag                53 hl/ha – übersetzt 5300 Liter pro Hektar

Mostgewichte                          meist zwischen 80° und 95° Oechsle

Topwert des Jahres                125° Oechsle – Riesling im Scharlachberg

Schönster Jungwein aktuell    2000 Liter Scheurebe im Edelstahlfass

Erkenntnis des Jahres             „auch andere Mütter haben schöne Töchter“

 

Dieser Jahrgang ist für unseren Betrieb überdurchschnittlich, was die Menge und die Qualität betrifft. Die Aromatik der Trauben war außergewöhnlich und gepaart mit einer sehr reifen Säure, werden uns diese Weine in den kommenden Jahren viel Freude bereiten.

 

Herzliche Grüße

 

 

Felix Prinz zu Salm-Salm

 

Jahrgangsbericht 2014

 

Johannes 15:4 „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.

 

Dieses Wort hat mich in diesem Jahr sehr berührt. Wie wichtig es doch ist, sich gut um die Rebstöcke zu kümmern, hat sich in diesem Jahrgang in besonderer Art und Weise gezeigt. Aus sich allein kann der Rebstock keine guten Früchte bringen. Er braucht die helfende Hand des Winzers.

 

Das Jahr 2014 war ein Jahr der Extreme. In der ersten Jahreshälfte waren wir mit viel Sonnenschein aber wenig Regen gesegnet. Anfang Juli waren wir in der Vegetation gut drei Wochen vor dem langjährigen Schnitt. Der Juli brachte die Wende und mit Ihm kam der Regen. In Wallhausen und Bingen war es der regenreichste Sommer der letzten Jahrzehnte. Die Reifeentwicklung wurde verlangsamt und der Boden als auch die Trauben saugten das Wasser in sich auf.

 

Jetzt zeigte es sich was oben beschrieben steht. Nur durch konsequentes Freistellen der Trauben,  halbieren Selbiger und einer angepassten Bodenbearbeitung (wenig Bodenbearbeitung ab Juli um die Nährstoffe und das Wasser durch die Einsaat zu binden) war es möglich gesunde Trauben zu ernten. Auch der Zeitpunkt der Lese war entscheidend, da die Trauben offensichtlich keine große Lust verspürten, irgend länger als nötig, am Stock auszuharren.

 

Beginn der Lese                     17. September

Ende der Lese                        15. Oktober

 

Auch in diesem Jahr sind wir keine Oechsle Weltmeister geworden. Und das ist gut so. Wir erwarten trinkfreudige Weine mit moderaten Alkoholgehalten. Durch die frühe Blüte, hatten die Trauben ausreichend Zeit genügend Aromastoffe und Mineralien, in sich aufzunehmen. So  werden unsere Lagen und Terroirweine den entsprechenden Nachhall und den nötigen Tiefgang haben.

 

 

Herzliche Grüße

 

 

Felix Prinz zu Salm-Salm

 

 

 

Herbstbericht 2013

Nach einem guten Start ins Frühjahr waren die Monate Mai und Juni von häufigen Regenschauern geprägt. Diese waren allerdings weder nachhaltig noch ausgiebig. In Kombination mit warmen Temperaturen schritt das Wachstum der jungen Triebe schnell voran. Allerdings stellte uns das feucht-warme Wetter vor große Herausforderungen. Es galt die jungen Triebe gesund zu halten, um gesundes Lesegut zu garantieren. Eine etwas verzettelte Blüte führte zu einem sehr geringen Fruchtansatz beim Weiß-, Grau- und Spätburgunder.


Der Regen, der im Mai und Juni zu oft kam, fehlte dann von Juli bis September gänzlich. So sehr uns dies für die beiden Hochzeiten meiner Schwestern Marie-Anna und Cecily freute, hätten wir uns dennoch mehr Niederschlag gewünscht. So haben wir in diesem Jahr nur ein einziges Mal(!!!) Laub geschnitten (was in manchen Jahren auch dreimal geschehen kann). Dies beeinträchtigte auch die Erntemenge, die durch die fehlende Feuchtigkeit zurückging. Es war dennoch erfreulich, da durch die Witterung die Trauben bis weit in den Herbst hinein sehr gesund waren.

Am 21. September hatte das Warten ein Ende. In Bingen ging es mit der Weißburgunderlese los. Die Rieslinge wurden meist erst in der zweiten Oktoberhälfte geerntet. Die Hauptlese in Wallhausen, die traditionell 2 Wochen nach Bingen anfängt, fiel somit komplett in den Oktober. Eine frühe kalte Nacht am 29. Oktober bescherte uns leicht angefrorenes Lesegut aus dem Felseneck. Hier dürfen Sie sich auf eine sehr schöne Spätlese freuen, da der Saft in den Trauben schön aufkonzentriert wurde. Leseschluss war am dem 7. November.

Besonders gefreut haben uns die ersten kleinen Mengen aus den Junganlagen im Felseneck und Johannisberg. Die Güte dieser Trauben stimmt uns sehr positiv für eine steigende Qualität in den kommenden Jahren.

Oechsleweltmeister sind wir im Jahrgang 2012 nicht geworden. Das wollten wir auch gar nicht. Dafür dürfen wir uns auf Weine freuen, die im Gutsweinbereich leicht und im Lagenwein sehr ausgewogen sein werden. Alles in allem waren es wieder einmal sehr gute Voraussetzungen, um auch aus dem Jahrgang 2012 Topqualitäten zu ernten.

Hiervon können Sie sich dann gerne selbst überzeugen.

Herzliche Grüße von Ihrem Weingut Prinz Salm